Warum druckt der Drucker weiße Blätter?

Wenn Ihr Drucker plötzlich anfängt, weiße Blätter zu „drucken“, könnte dies ein Hinweis auf ein Software- oder Hardwareproblem sein. Die erste Kategorie umfasst:

  • Fehler im Druckertreiber und/oder im Betriebssystem, wenn das Gerät über einen Computer gesteuert wird.
  • Netzwerkfehler bei der Kommunikation zwischen dem Drucker und dem Steuergerät, bei dem es sich um einen Computer oder ein Smartphone handeln kann (wenn der Drucker über ein kabelgebundenes oder drahtloses Netzwerk gesteuert wird).
  • Fehlfunktionen in der Firmware des Druckers (d.h. in der Firmware).

Hardware-Fehler sind nicht so einfach, denn es gibt eine ganze Reihe davon. Die meisten von ihnen können nicht zu Hause oder in einer Büroumgebung repariert werden, wenn man nicht über bestimmte Kenntnisse in der Reparatur von Bürogeräten verfügt. Dennoch können einige Probleme beseitigt werden – zumindest sollte man es versuchen. Dazu gehören:

  • Verstopfte Patronendüsen (eingetrocknete Tinte ist die häufigste Ursache für Verstopfungen).
  • Verstopfung des Druckkopfes (der getrockneten Tinte können auch Staub oder feine Flusen beigemischt sein).
  • Schlechter elektrischer Kontakt zwischen den Tintenpatronen und dem Kontaktbereich des Druckers, an den sie angeschlossen sind.

Was genau getan werden muss, um ein bestimmtes Problem zu beheben, hängt weitgehend vom Hersteller und vom Modell des Druckers ab. Im Allgemeinen sind die Schritte jedoch sehr ähnlich.

Nachfolgend finden Sie Richtlinien für die Beseitigung von häufigen Software- und Hardwarefehlern.

Software-Fehlfunktionen in Druckern

Um die genaue Ursache für den Druck weißer Blätter zu ermitteln, müssen Sie eine einfache Diagnose durchführen. In jedem Fall ist es ratsam, zunächst die Testdruckfunktion über die Taste oder das Touchpanel am Gerät zu aktivieren. Dies ist für jedes einzelne Druckermodell unterschiedlich geregelt. Wie das geht, entnehmen Sie bitte dem Benutzerhandbuch des Geräts. Diese können von der offiziellen Website des Druckerherstellers heruntergeladen werden.

Der Testdruck wird zeigen, ob der Fehler mit dem Drucker selbst oder mit externen Faktoren zusammenhängt. Wenn diese Funktion dazu führt, dass das Gerät zumindest etwas druckt (in der Regel die aktuelle Konfiguration), können interne Druckerprobleme, ob Software oder Hardware, sofort ausgeschlossen werden.

Druckertreiber- und/oder Betriebssystemfehler

Beim Drucken von einem Computer aus wird ein spezieller Befehl an den Drucker gesendet und der Inhalt der zu druckenden Datei (Dokument, Bild, Zeichnung usw.) angegeben. Beim Erzeugen oder Senden von Befehlen kann eine Vielzahl von Fehlern auftreten. Die Quelle kann ein Treiber, ein Drittanbieterprogramm (einschließlich Malware) oder das Betriebssystem des Computers selbst sein.

Als erstes können und sollten Sie versuchen, den Treiber neu zu installieren. Zunächst müssen Sie jedoch einen neuen Treiber herunterladen (falls noch keiner vorhanden ist). Dies kann auch auf der offiziellen Website des Herstellers geschehen. Wenn dies aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, verwenden Sie eine Software zur Treiberaktualisierung und -installation (nachdem Sie die folgenden Schritte ausgeführt haben), von denen es heute viele gibt, z. B. den kostenlosen DriverHub Manager.

Die Neuinstallation sollte mit der Entfernung des bereits installierten Treibers beginnen. Dies geschieht über die Windows-Systemanwendung „Geräte-Manager“:

  • Starten Sie das Programm „Ausführen“ durch Drücken der Tastenkombination „Win + R“, kopieren Sie den Befehl „msc“ in das erscheinende Fenster ohne Anführungszeichen und drücken Sie „OK“. Das Systemprogramm „Geräte-Manager“ wird gestartet.
Geräte-Manager Epson-Drucker

Suchen Sie den Namen des Druckers in der Geräteliste auf dem Bildschirm. Suchen Sie dazu unter „Drucker“ und „Druckwarteschlangen“. Zum Beispiel:

Druckwarteschlange im Geräte-Manager

Wenn neben dem Druckernamen ein gelbes Frage- oder Ausrufezeichen erscheint (was auch nach dem Einschalten des Geräts der Fall sein kann), dann liegt das Problem definitiv beim Treiber:

Um einen Druckertreiber aus dem System zu entfernen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf seinen Namen und wählen Sie „Gerät deinstallieren“ aus dem Dropdown-Menü.

Zusätzlich zu den Treibern selbst ist es ratsam, die gesamte mit dem Drucker verbundene Software zu entfernen. Es ist ratsam, ein spezielles Deinstallationsprogramm für diesen Zweck zu verwenden. Sie können aber auch die Standardmethode verwenden:

  • Führen Sie erneut Ausführen (Win + R) aus, kopieren Sie den Befehl „cpl“ ohne Anführungszeichen in das Fenster und klicken Sie auf „OK“.
  • Das Fenster „Programme und Komponenten“ wird geöffnet. Unsere Aufgabe ist es, alle Programme, die den Namen des Druckers/Modells und/oder des Herstellers im Namen tragen, in der vorgegebenen Liste zu finden.
  • Um ein Programm zu entfernen, markieren Sie es einfach und klicken Sie dann auf „Löschen“ oder „Löschen/Ändern“ am Anfang der Liste.

Wenn alle Schritte abgeschlossen sind, müssen Sie nur noch den heruntergeladenen Treiber installieren oder die Software zur automatischen Installation ausführen.

Probleme im Netz

Bei Druckern, die über ein Netzwerk von einem Computer oder einem drahtlosen Gerät (Smartphone) gesteuert werden, wird die Liste der Ursachen für Fehlfunktionen durch das Vorhandensein von Netzwerkausrüstung und Kommunikation noch erweitert. Um Netzwerkprobleme auszuschließen oder zu bestätigen, sollte der Drucker über ein USB-Kabel direkt an den Computer angeschlossen werden. Dazu muss auch ein Treiber auf dem Computer installiert werden (siehe vorheriger Abschnitt).

Wenn dies nicht möglich ist, können Sie versuchen, die Netzwerkeinstellungen des Druckers zurückzusetzen, was aber möglicherweise eine spätere Neukonfiguration erfordert. Wie Sie dies für Ihr Drucker-/MFP-Modell tun, ist auch im Benutzerhandbuch des Geräts beschrieben.

Fehler in der Drucker-Firmware

Ein moderner Drucker ist ein computergesteuertes Gerät, das mit einem eigenen Betriebssystem, der Firmware, arbeitet. Wie z.B. bei Windows kann es zu Fehlern in der Drucker-Firmware kommen und es können auch weiße Blätter gedruckt werden. Es ist möglich, dass an den Drucker gerichtete Befehle vom Drucker selbst nicht korrekt verarbeitet werden, oder dass verschiedene Softwarefehler auftreten, die in jedem Programm enthalten sind.

Wie im vorherigen Fall können Sie auch versuchen, die Druckerkonfiguration auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Einige moderne Geräte verfügen über eine automatische Firmware-Upgrade-Funktion, die entweder über einen Computer oder über das Bedienfeld des Geräts gestartet werden kann. Es kann auch zur Behebung von Softwarefehlern aller Art verwendet werden. Es ist auch möglich, dass ein vorhandenes Drucker-/MFP-Modell einem manuellen Reflashing-Verfahren (d. h. einer Neuinstallation des eingebauten Betriebssystems) unterzogen wird. Für die Durchführung solcher Verfahren sind jedoch keine fachliche Unterstützung oder Fähigkeiten erforderlich.

Hardware-Fehler in Druckern

Nur ein kleiner Teil der Hardware-Fehlfunktionen kann ohne professionellen Eingriff behoben werden. Werfen wir einen Blick auf die folgenden Punkte.

Druckkopf verstopft

Eingetrocknete Tinte und/oder Staub, Flusen von Bettlaken und andere Verunreinigungen im Drucker können dazu führen, dass der Druckkopf (PH) den Toner (Tinte aus einer Tintenpatrone) nicht mehr richtig versprüht. Je nach Gerät können auch andere Auswirkungen auftreten. Das Einzige, was Sie in diesen Fällen tun können, ist, die automatische Druckkopfreinigung zu aktivieren.

Diese Funktion kann auch vom Computer oder von der Tastatur/dem Touchpanel des Druckers aus gestartet werden. Auch hier müssen Sie das Benutzerhandbuch zu Rate ziehen. Nehmen wir als Beispiel das Verfahren zum Starten der Kopfreinigungsfunktion von einem Computer auf Epson-Druckern (das Verfahren ist ähnlich wie bei Druckern anderer Hersteller):

  • Der erste Schritt besteht darin, die Druckerwartungssoftware zu öffnen. Bei Epson-Druckern wird diese Aufgabe vom Treiber selbst übernommen, so dass Sie nur das Fenster mit den Druckereigenschaften öffnen müssen. Öffnen Sie dazu die „Systemsteuerung“, gehen Sie zu „Hardware und Sound“ und dann zu „Geräte und Drucker“.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Druckersymbol, um das Menü zu öffnen, und wählen Sie „Druckeinstellungen“ (bei anderen Druckern kann dies „Eigenschaften“ sein).

Der Bildschirm mit den Druckeinstellungen wird angezeigt. Klicken Sie auf die Registerkarte Service. Die meisten Drucker, darunter auch Epson-Drucker, verfügen über zwei Druckkopfreinigungsfunktionen – normale und Tiefenreinigung. Die erste Funktion wird zuerst (ein paar Mal) und dann die zweite Funktion verwendet. In unserem Fall wird die normale Druckkopfreinigungsfunktion „Druckkopfreinigung“ genannt.

  • Starten Sie den Reinigungsvorgang durch Drücken der entsprechenden Taste und folgen Sie einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm. Wiederholen Sie den Vorgang, falls erforderlich.
  • Wenn die Verschmutzung stark ist und die normale Reinigung nicht hilft, starten Sie die Funktion „Technologische Tintenreinigung“ (dies ist die Tiefenreinigung für Epson-Geräte). Vergewissern Sie sich aber vorher, dass Sie genügend Tinte haben – die Tiefenreinigung verbraucht viel Tinte.

Die automatische Druckkopfreinigung wird wie bei jedem anderen Drucker/MFP durchgeführt.

Verstopfte Düsen der Tintenpatrone

Die Ursachen für eine verstopfte Tintenpatrone sind dieselben, unabhängig davon, ob die Tinte eingetrocknet ist oder andere Verunreinigungen in den Drucker gelangt sind. Einige Drucker haben eine spezielle Funktion für die Reinigung, andere haben die Druckkopfreinigungsfunktion für diesen Zweck (z.B. wie oben beschrieben). Im Gegensatz zu den PGs können die Kartuschendüsen jedoch manuell gereinigt werden. Die Standardmethode ist wie folgt:

  • Bereiten Sie eine Flüssigkeit vor, die Isopropylalkohol und Ethylenglykol enthält (die meisten Glasreiniger sind ausreichend), ein Baumwolltuch und einen flachen Kunststoff- oder Glasbehälter.
  • Nehmen Sie die zu reinigende Patrone aus dem Drucker und legen Sie sie mit den Düsen nach oben auf eine ebene Fläche. Tragen Sie eine kleine Menge der Flüssigkeit auf die Düsen auf und warten Sie 10-15 Minuten, danach wischen Sie die Tintenpatrone mit einem Tuch trocken.
  • Versuchen Sie, etwas auszudrucken. Wenn Sie kein Ergebnis erhalten, wiederholen Sie den Vorgang.
  • Bei starker Verschmutzung kann eine effektivere, aber etwas zeitaufwändigere Methode zur Reinigung der Patrone helfen.
  • Gießen Sie Glasreinigungsflüssigkeit in einen Behälter, so dass die Tiefe ca. 3-4 mm beträgt (je nach Ausführung der Kartusche kann mehr Flüssigkeit erforderlich sein).
  • Tauchen Sie die Patrone in den Behälter und lassen Sie sie 2-3 Stunden lang einweichen.
  • Wischen Sie nach dieser Zeit die Düsen trocken und versuchen Sie, etwas zu drucken.

Schlechter elektrischer Kontakt zwischen den Patronen und dem Kontaktpad

Wenn Sie die Patrone genau untersuchen, finden Sie möglicherweise elektrische Kontakte aus Kupfer auf der Oberfläche der Patrone. Sie können zum Beispiel so aussehen:

Diese Kontakte können auch durch in das Gerät eindringende Feuchtigkeit mit Tinte verunreinigt oder oxidiert werden (in diesem Fall bildet sich ein grüner oder grau-weißer Belag auf der Oberfläche). Die Tinte kann mit einem Tuch entfernt werden und das Oxid kann mit einem.

In komplexeren Situationen werden nicht die Tintenpatronen selbst verunreinigt, sondern die Kontaktfläche der Druckerkomponente, mit der sie verbunden sind. Die Kontakte können auch kurzgeschlossen werden, wenn kleine Metallgegenstände in das Innere des Tintenrückhaltemoduls gelangen. In solchen Fällen können die Kontakte auch mit einem Tuch oder z. B. mit einem in Alkohol oder einem speziellen Rostlöser getränkten Wattestäbchen gereinigt werden. Wadershka (WD-40 Schmiermittel) ist für diesen Zweck hervorragend geeignet.

Das Schmiermittel sollte nicht auf den Kontaktbereich gesprüht werden, sondern es genügt, eine kleine Menge auf ein Wattestäbchen aufzutragen und damit die Kontakte zu reinigen.

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